Als der wohlhabende Kaufmann Albert Wulhase 1459 in Hamburg starb, hinterließ er vier uneheliche Söhne und ein beträchtliches Vermögen. Kurz vor seinem Tode verfügte er testamentarisch die Errichtung einer mildtätigen Stiftung. Aus den Erträgen des Erbes, zu dem u.a. ein Haus mit Berechtigung zum Bierbrauen auf der Insel Cremon in der Hamburger Innenstadt gehörte, sollten neben Anderen bestimmte "Arme und Studierende" "milde Gaben" erhalten. Zu Testamentsvollstreckern setzte er seine beiden Neffen und die Ehemänner seiner beiden Nichten ein. Später übernahmen andere Verwandte die Verwaltung. Schon bald wurden Stammtafeln zu den Stiftungsakten genommen, um den Kreis der Berechtigten bestimmen zu können. Anläßlich des 400-jährigen Bestehens der Stiftung veröffentlichte 1860 der letzte uns bekannte Stiftungsverwalter C.F. Gaedechens den vorliegenden kleinen geschichtlichen Abriss, in dem er ausführlich aus den Stiftungsakten zitiert und u.a. in fünf Stammtafeln Nachkommen der Familie des Albert Wulhase aufzeigt. Mehr als 250 Namen Hamburger Familien des 15. bis 19. Jahrhunderts werden durch den neu erstellten Index erschlossen, z.B. Moller [vom Hirsch], Salsborch, Nigel, Wetken, Kellinghusen u.v.a. Zahlreiche Namen schlagen die Brücke zum im Jahre 2000 erschienenen Neudruck des "Slechtbok" (Band 9 der Schriftenreihe) und zur Geschichte der Familie Anckelmann des Neubearbeiters (Band 7). Beide Veröffentlichungen werden durch das vorliegende Werk ergänzt und konkretisiert. Das Verzeichnis der Familiennamen, die in C.F. Gaedechens, "Albert Wulhases Testament von Ostern 1459 bis Ostern 1860", Hamburg 1860, erwähnt werden, ist hier als pdf-Datei verfügbar. |